Kategorien:

[Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht]

In meiner 25-jährigen theoretischen und praktischen Tätigkeit mit Zeolith und Bentonit (Montmorillonit) wurde die Qualität dieser Silikate mit folgenden verschiedenen Parameter bestimmt, die mittels eines Datenblatts ausgewiesen wurden (Anhang 1):

1. mineralische Zusammensetzung

2. chemische Zusammensetzung

3. Ionenaustausch-Eigenschaft

4. Selektivitätskoeffizient

5. physikalische und chemische Eigenschaft

6. Reaktivitätsdaten

7. Körnigkeit

8. toxische Stoffe (anorganische und organische)

9. Radioaktivität

Nachfolgend werden die wesentlichen Methoden kurz beschrieben.

1 Mineralische Zusammensetzung

Methodik

An Proben haben wir röntgendiffraktometrische Untersuchungen mit dem Ziel der quantitativen Phasenanalyse durchgeführt. Die Proben wurden homogenisiert, geteilt und ca. 2 g in einer McCrone-Mikronisiermühle gepulvert. Daneben wurde je ein Pulverdiffraktogramm und Messungen an orientierten Präparaten Röntgendiffraktometrersystem URD-6 (Seifert-FPM) mit Co-Kα-Strahlung, einer automatischen Divergenzblende und mit einem Halbleiterdetektor Meteor0D untersucht. Gemessen wurde hier der Winkelbereich 5-80 °2θ im step-scan-Verfahren mit 0.02° Schrittweite, 2 sec Zählzeit je Schritt. Die Phasenidentifizierung erfolgte mit dem Programm Analyze (Seifert-FPM) unter der Verwendung der Datenbank PDF-4+, Ausgabe 2012. Die Tonmineralidentifikation erfolgte an drei Messungen von orientierten Präparaten in lufttrockenem Zustand und nach Ethylenglycol-Sättigung. Die relativen Mineralgehalte wurden am Pulverdiagramm mit dem Rietveld-Verfahren (Programm BGMN/AUTOQUAN) bestimmt und auf volle Masse-% gerundet. Amorphe Phasen wie echte vulkanische Gläser oder amorphe Fe-Oxihydroxide werden nicht erfasst. Der modulierte Untergrundverlauf lässt in den Zeolithproben die Anwesenheit von signifikanten Anteilen an Glas vermuten.

Die Nachweisgrenze für kristalline Mineralphasen liegt je nach Struktur und Matrix zwischen 0,5 und 5 Masse-%. Der Zufallsfehler (Standardabweichung) kann mit maximal 5 % absolut geschätzt werden. Angegeben sind die mit dem Rietveld-Verfahren geschätzten Fehler.

Der Anteil von Klinoptilolith-Zeolith ist ein Ausweis für die Qualität des Zeoliths! Anteile anderer Mineralien müssen bei der Verwendung für Mensch und Tier ausgesiebt werden. In den einzelnen Lagerstätten ist die mineralische Zusammensetzung unterschiedlich.

Nachfolgend wird die mineralische Zusammensetzung des Zeoliths von vier Lagerstätten im Kaukasusgebiet angeführt.

Tabelle 1: Mineralische Charakteristika verschiedener Klinoptilolith-Zeolith-Lagerstätten im Kaukasus [nach Khalilov und Bagirov 2003]

Lagerstätten (Vorkommen)
MineralAydagDzegviNovy-KokhbBad Khyz
Klinoptilolith-Zeolith70-80 %80-90 %80-90 %70-75 %
Quarz14-16 %1-2 %6-7 %18-20 %
Kalzit2-2,5 %0,5 %0,5 %1,5-2,5 %
Biotit und Chlorit2-3 %3-4 %4-5 %2-2,5 %

2 Chemische Zusammensetzung

Die Elementezusammensetzung von Natur-Klinoptilolith-Zeolith kann von Charge zu Charge auch unterschiedlich sein. Entscheidend dabei ist das Verhältnis von Silizium und Aluminium. Es soll mindestens 4:1, besser 6:1 sein. Nachfolgend werden einige Beispiele von Natur-Klinoptilolith-Zeolith aus verschiedenen Vorkommen angeführt.

Tabelle 2: Beispiele der Elementezusammensetzung von verschiedenen Natur-Klinoptilolith-Zeolithen

Kosiče
Slowakei
(siehe Datenblatt)
Aidag
Kaukasus
Khalilov und Bagirov 2002]
Megamin

[Lelas 2002]
Kholinsk
Sibirien
[Veretenina et al. 2003]
SiO2 = 65,0-71,3%SiO2 = 64,16 %SiO2 = 61,69-67,17 %SiO2 = 64,7-72,8 %
Al2O3 = 11,5-13,1 %Al2O3 = 10,74 %Al2O3 = 12,46-15,12 %Al2O3 = 12,2-14 %
MgO = 0,6-1,2 %MgO = 2,17 %MgO = 1,3-1,96 %MgO = 0,2-1,9 %
Na2O = 0,2-1,3 %Na2O = 2,52 %Na2O = 0,7-1,11 %Na2O = 0,8-3,0 %
CaO = 2,7-5,2 %CaO = 3,67 %CaO = 3,03-4,35 %CaO = 1,5-3,8 %
TiO2 = 0,1-0,3 %TiO2 = 1,15 %TiO2 = 0,15-0,32 %TiO = 0,08-0,3 %
K2O = 2,2-3,4 %K2O = 1,38 %K2O = 0,78-1,32 %K2O = 2,7-4,4 %
Fe2O3 = 0,7-1,9 %Fe2O3 = 1,26 %Fe2O3 = 0,98-2,05 %Fe2O3 = 1,4-2,7 %
FeO2 = 0,27 %
SO3 = 0,02 %
MnO = Spuren–0,05 %MnO = 0,03–0,4 %
H2O = bis 8,0 %
toxische Stoffe:Plumbum = 0,0025 %
Fluor = 0,031 %
Kadmium = 0,0001 %
Arsen = 0,0002 %
Quecksilber = 0,0001 %

Das Verhältnis des SiO 2 :Al 2 O 3 im slowakischen und Kaukasus-Klinoptilolith-Zeolith ist ungefähr 6:1. Beim Megamin-Zeolith ist es kleiner als 5:1, beim Kholinsker etwas größer als 5:1.

Beim Vergleich der Daten der einzelnen Natur-Klinoptilolith-Zeolithe fällt beim Kholinsker Vorkommen auf, dass es durch mehr Daten als die anderen charakterisiert ist und dass auch solche Elemente wie Pb, F, Cd, Hg und As mit angeführt sind. Das spricht für eine sehr sensible Multielementebestimmungsmethode, die für die Datenerhebung verwendet worden ist.

Manchmal werden die toxischen Stoffe separat, manchmal mit der chemischen Zusammensetzung dargestellt, wie im Beispiel. Für toxische Stoffe gibt es Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Bestimmung erfolgt mit der Massenspektroskopie (siehe Anhang 2).

3 Selektiver Ionenaustausch

Die Siliziumverbindungen in den Kristallgitterkäfigen und die darin befindliche Hydrathülle (H 2 O) besitzt eine sehr hohe Adsorptionsfähigkeit, die für die im Kristallgitter befindlichen basischen Kationen, wie K + , Na + , Ca ++ , Mg ++ usw., geringer ist als für Schwermetall- und Ammonium-Ionen, z. B. Cd ++ , Hg ++ , Fe +++ , Pb ++ , Cu ++ , NH 4+ und auch gegen Radioisotope (z. B. Cs + , Sr ++ ).

Für den Ionenaustausch ist ein Lösungsmittel erforderlich. Für den Natur-Klinoptilolith-Zeolith können das natürliche (umweltbelastete) Gewässer, Abwässer, Bodenlösungen (feuchte Ackerböden) und schließlich die Flüssigkeiten (z B. Lymphe, Blut, Verdauungssäfte) im menschlichen und tierischen Organismus sein. In diesen Körperflüssigkeiten kann sich der Ionenaustausch vollziehen. Der Prozess des Ionenaustausches des Klinoptilolith-Zeolithts hängt von einer Reihe von Faktoren ab, von denen wir nachfolgend nur einige anführen möchten [Khalilov und Bagirov 2002; Bgatova und Novoselov 2000]:

  • von der Porengröße, weil davon die Fähigkeit bestimmt wird, Toxine „einzufangen“ (siehe Abbildung 2)
  • von der Ladung der Kationen
  • von dem Ausmaß des hydratisierten Zustands der Kationen und des SiO2 (H4SiO4 )
  • von der Natur des Anions, welches mit dem Anion der Körperflüssigkeit assoziieren soll
  • von der Na + -Ca ++ -Balance in der Grundsubstanz der extrazellulären Matrix. Wie von Perger [1990, 1988, 1981; Schlitter 1995, 1994, 1993, 1992] gezeigt wurde, unterliegt die Regulation der Na-K-Balance in der Grundsubstanz der extrazellulären Matrix der Steuerung des vegetativen Nervensystems, wobei Ca ++ die Sympatikus- und K + die Vagusfunktion reflektiert. D. h. Ca ++ steigert den Ionenaustausch und K + bremst diesen.
  • von dem Verhältnis Na + und K + in Bezug auf die Beziehung extra- und intrazelluläre Matrix. In dieser Beziehung steigert Na + den Ionenaustausch und K + bremst ihn ebenfalls [Khalilov und Bagirov 2002; Morbvinova 2001].
  • von der Affinität der Schwermetalle, Toxine, Radionukleide im Kristallgitter und somit von dem geringsten Energieaufwand zur Ausführung dieser Stoffe aus dem menschlichen Körper [Račikov 1999; Tsitsishvili et al. 1985; Tshelishev et al. 1987].
  • von dem Vorhandensein der Mengen- und Spurenelemente und von der aktuellen, funktionell bedingten Kohärenzfähigkeit dieser [Bildueva 2001]
  • von der aktuellen Kohärenzfunktion des SiO2 (H4SiO2 ) zu den verschiedenen Mengen- und Spurenelementen, z. B. vermag SiO 2 Phosphor aus seinen Verbindungen zu verdrängen [Voronkov et al. 1975]

Aus diesen Beispielen geht die Flexibilität hervor, mit der sich der selektive und kapazitive Ionenaustausch vollziehen kann. Der große Teil des Ionenaustausches beim Klinoptilolith-Zeolith wird durch das SiO2 eingenommen.

Abbildung 1: Vereinfachtes Schema: Mechanismus des Ionenaustausches durch Adsorbentienfunktion des Kristallgitters
Abbildung 2: Schema zum Ionenaustausch durch Klinoptilolith-Zeolith im Organismus [modifiziert nach Veretenina et al. 2003]

4 Selektivitätskoeffizient

Die selektive Fähigkeit des Zeolith-Kristallgitterkäfigs kann in einer mathematischen Formel zum Ausdruck gebracht werden, wodurch der Selektivitätskoeffizient „S“ bestimmt wird. Das soll nachfolgend am Beispiel Na + dargestellt werden.

Der Selektivitätskoeffizient (S) charakterisiert die Gleichgewichtskonstante der Ionenaustauschreaktion. „S“ gibt an, in welchem Umfang, in unserem Beispiel, Natriumionen durch andere Kationen, z. B. Cu ++ , Pb ++ , Hg ++ , Co ++ unter äquivalenten Verhältnissen ersetzt worden sind. Je höher der Selektivitätskoeffizient, desto größer ist der Anteil der aus den Kristallgitterkäfigen des Klinoptilolith-Zeoliths ausgetauschten Kationen, zum Beispiel Na + .

Vom Zeolith bevorzugte Ionen der Lösung werden schneller mit weniger Energieverbrauch und mit nicht vollständig sich vollziehendem Abbau der Hydrathülle im Käfiggitter (die die Vorbedingung für das Eintreten des Lösungskations ist) adsorbiert. Weniger von Zeolith bevorzugte Kationen benötigen mehr Energie und vollziehen sich langsamer.
Ionenaustauschfähige Eigenschaften (Beispiele)

GesamtaustauschCa 2+ 0,64-0,98 mol/kgK + 0,22-0,45 mol/kg
Mg 2+ 0,06-0,19 mol/kgNa + 0,01-0,19 mol/kg
Partielle Austauschkapazitätmind. 0,70 mol/kg
Gesamte Austauschkapazität1,3-1,3 mol/kg

4.1 Sorptionsreihe

Für ein sibirisches Klinoptilolith-Zeolith aus den Vorkommen Kholinsk geben Gorokhov et al. [1982] folgende, durch den Selektivitätskoeffizienten bestimmte, Sorptionsreihe an:

H3O + ≈ Fe +++ ≈ Pb ++ > Co ++ > Cu ++ > Ag + > Cd ++ > Zn ++ > NH4+

Die Autoren verweisen darauf, dass an den ersten Stellen der Sorptionsreihe die Ionen stehen, die größere polarisierende Fähigkeiten haben und meinen, dass diese jene sind, die für biologische Objekte (Mensch und Tier) in größeren Mengen die größte Schadstoffgefahr darstellen [Gorokhov et al. 1982].

Von allen Naturzeolithen führt der Klinoptilolith-Zeolith die Ionenaustauschreaktion mit der größten Geschwindigkeit aus [Vetenina et. al. 2000].

Auf Grund streng kalibrierter Poren sind dem Naturzeolith hervorragende Sorptionseigenschaften eigen. Er kann infolge dessen sehr selektiv im Organismus wirken. Derartige Eigenschaften besitzen weder künstliche Zeolithe noch andere Sorbenten.

Vor allem kann der Zeolith-Ionenaustausch so vor sich gehen, dass Vitamine, Aminosäuren, polyungesättigte Fettsäuren nicht aus dem Körper ausgeführt werden, so genannte Schadstoffe dagegen aus dem Körper (extrazelluläre Matrix) entfernt werden.

Die Sorptionsreihen können unterschiedlich verlaufen. Die Sorption ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B. vom pH-Wert, vom Ionenangebot im Darm und von den Poren im Zeolith, von der Natur des Anions, von der Temperatur, von der „Verschmutzung“ der Grundsubstanz der extrazellulären Matrix u. a.

Tabelle 3: Einige Beispiele von verschiedenen Sorptionsreihen

Goronkhov et al. 1982
H2O = Fe +++ = Pb++ >Co++ >Cu++ >Ag+ >Cd+ >Zn++ >NH4+
Datenblatt (Hecht)
Cs >NH4 >Pb >Na >Ca >Mg >Ba >Cu >Zn++
Veretenina et al. 2003
Cs >Rb >K >NH4 >Pb >Ag >Ba >Na >Sr >Ca >Li >Cd >Cu >Zn++

5 Physikalische Eigenschaften und chemische Eigenschaften

Erweichungstemperatur1.260°CPorositätca. 30 %
Schmelztemperatur1.340°CEff. Porendurchm.0,4 mio.stel. mm
(4 Angström)
Schüttgewichtnach FraktionDichte70%
Fließtemperatur1.420°CWeißgrad70%
Druckfestigkeit33 MpaHärte nach Mohs1,5-2,5
Spezifisches Gewicht2.200-2.400 kh/m3VeränderlichkeitkVTl = 1,628
Rohwichte1.600-1.800 kh/m3Geruchohne
Aussehengrau-grün

6 Reaktivitätsdaten

Säurestabilität79,5 %Gefährliche Zersetzungkeine
Thermische Stabilitätbis 400°CGefährliche Polymerisationkommt nicht vor
Wasserlösbarkeit0

7 Körnigkeit Zeolith

In der „SIEBLINIE“ sind Rückstände dargestellt:

15 Mikrometer15.000 nm0 %
10-15 Mikrometer10.000-15.000 nm26,2 %
1-10 Mikrometer1.000-10.000 nm69,7%
0,5-1 Mikrometer500-1.000 nm4,1%

Für die Punkte 5-7 werden gängige Methoden verwendet.

8 Toxische Eigenschaften

(Siehe auch 2. und Anhang 2)

Häufig wird an dieser Stelle auch die Mikrobiologie mit eingefügt. In diesem Fall ein Beispiel für Montmorillonit.

Methode: Massenspektroskopie (Anhang 2)

9 Radioaktivität

10 Weitere Qualitätsmerkmale

Weitere Qualitätsmerkmale sind Anhang 3 zu entnehmen.

11 Wirkung auf Menschen und Tiere

Außerdem wird mit verschiedenen Methoden die Wirkung von Zeolith usw. im Blut, im Harn, in den Haaren und im Speichel nachgewiesen (Anhang 4). Das gilt für Menschen und Tiere.

Prof. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht

Anhang 1

Anhang 2

Wie werden „Vergiftungen“ und Detoxeffekte gemessen?

Zur Messung von Giftkonzentrationen im Körper und entsprechender Effekte der Entgiftung, der Detoxikation, gibt es verschiedene gute Ansätze, aber noch kein geschlossenes verbindliches Messmethodensystem, was eigentlich benötigt würde. Nachfolgend sollen einige Messmethoden angeführt werden, die gegenwärtig gebräuchlich sind.

Der pH-Wert

Der pH-Wert ist das Maß für das saure oder basische Milieu im menschlichen Körper. Wissenschaftlich definiert man den pH-Wert als den negativen Logarithmus der Wasserstoff-Ionen-Aktivität. Er wird als eine dimensionslose Zahl von 1-14 angegeben. Je niedriger die Zahl, desto saurer ist das Körpermilieu. Je höher die Zahl ist, desto basischer ist das Milieu. pH 7 wird als neutral angegeben.

Abbildung 3: pH-Wert-Skala wie am Lakmus-Teststreifen angegeben. gelb = saures Milieu, blau = basisches Milieu
[Quelle: Macherey-Nagel GmbH, Düren]

Gemessen wird der pH-Wert im Blut, Urin und Speichel (Routinemessung). Mittels Magen- und Darmsonde lässt sich der pH-Wert auch im Verdauungstrakt messen.

Einige Beispiele von Durchschnittswerten im menschlichen Körper eines Gesunden

pH
nüchterner Magen (morgens)1,0-1,5
Hautoberfläche5,5
Speichel (nüchtern)6,5-7,4
reines Trinkwasser7,0
Blut7,4
Zwölffingerdarmsaft (Galle, Sekret der Bauchspeicheldrüse)8,0
Dünndarm8,0
Zeolith-Suspension7,0-7,5
Montmorillonitsuspension7,0-7,2

Je nach Nahrungsaufnahme, Getränkezufuhr, Medikamenteneinnahme, Mineralienzufuhr schwankt der pH-Wert im Magen beträchtlich. Im Dünndarm muss ein pH-Wert von 8,0 herrschen.

CRS-System (Cell Regulation Screening-System)

Das CRS-System ist eine ganzheitliche, auf biophysikalischen Regulationsprinzipien beruhende unblutige Methode.

Abbildung 4: Die Apparatur des CRS-Systems [Quelle: http://www.drbauhofer.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/geraet2.jpg]

Dabei wird die Hand auf eine gewölbte Fläche des Geräts gelegt, währenddessen wird Licht im UV-Bereich auf den Handballen gestrahlt. Dadurch werden körpereigene Stoffwechselsubstanzen zum Fluoreszieren (Leuchten) angeregt. Dieses Leuchten entsteht durch das sogenannte Redoxpotential.

Eine Redoxreaktion ist eine Stoffwechselumwandlungsfunktion auf der Grundlage von Elektronenaustausch der Atome oder Moleküle.

Red = Reduzieren. Ox = Oxidation. Der Redoxprozess ist faktisch ein energiespendender Sauerstoff-Verarbeitungsprozess auf molekularbiologischer Ebene.

Redoxreaktionen gewährleisten permanent den Stoffwechsel in der Zelle. Dabei oxidieren die Zellen die angelieferten, für die Zellen im Verdauungsprozess vorbereiteten, Moleküle der Nahrung in Stufenreaktionen mit der eingeatmeten Luft (normale Sauerstoffradikale). Infolgedessen wird Energie für die Funktion der Zellen bereitgestellt.

Vereinfacht kann man sagen, dass mit dem CRS-System die Energiebereitstellung im Zellstoffwechsel gemessen wird. Wenn es aus irgendwelchen Gründen Störungen in diesem Stoffwechselprozess gibt, können sich überschüssige freie Radikale bilden, die sich z. B auch in der CRS-Messung reflektieren.

Im diesem Zusammenhang soll noch erwähnt werden, dass der menschliche Körper uns nur äußerlich als ein statisches Gebilde erscheint. Die Zellen des Körpers sind ständig schwingend in Bewegung und reflektieren als Energie ganz schwache Biopotentiale.

Zu jeder Sekunde baut der menschliche Körper auf diese Weise Milliarden von Antikörpern ab und produziert gleichzeitig in dieser Zeiteinheit Millionen von Zellen. In jeder Sekunde werden 1030 bio-chemo-physikalische Reaktionen bewältigt (eine 1mit 30 Nullen).

Das alles muss man wissen, um dieses diagnostische Verfahren des Zell-Regulations-Screenings (Test) zu verstehen. Dieser Komplex von Stoffwechselprozessen wird wie oben kurz beschrieben gemessen und gestattet Aussagen über folgende Prozesse:

  • Zustand des Säure-Basen-Gleichgewichtes
  • Zustand der Immunabwehr
  • Prozess der Stoffwechsel-Umsatzregulation
  • Oxidativer-Stress-Ausmaß
  • geistig-emotionale Belastbarkeit
  • Zustand des Bindegewebes (extrazelluläre Matrix)
  • Vorhandensein von entzündlichen Prozessen
  • Abläufe in der allergischen Regulation
  • Prozesse der Neubildung von Zellen
  • Zellaufbaustatus
  • allgemeine Leistungsfähigkeit
  • Bedarf an Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente)
  • Effekte von Mineralienzufuhr, z. B. von Silikaten (Klinoptilolith-Zeolith)

Das Resultat einer CRS-Messung wird als Ausdruck mit den entsprechenden Bewertungen zur Verfügung gestellt. Diese Methode wird auch von einigen Ärzten angewendet, um den Nachweis der Wirkung von Klinoptilolith-Zeolith zu erbringen.

Antioxidantien-Freie-Radikale-Test

Dazu wird Blut aus der Fingerbeere entnommen und in einer speziellen Apparatur analysiert. Damit wird das Gleichgewicht zwischen der oxidativen Belastung durch freie Radikale und dem antioxidantiven Potential gemessen. Dieses Messsystem besteht aus:

d-ROMs-Test
Bestimmung der Blutkonzentration von reaktiven Sauerstoffmetaboliten(ROMs) als
Marker und Verstärker von oxidativem Stress
BAP-Test
Bestimmung des Antioxidantien-Potentials zur Neutralisierung von freien Radikalen
Messbeispiel:FRE 09 Aug 13 13:25:21 <
d-ROMs = 319 U Carr.
BAP-Test = 2370 U Cor.

Messeinheit Carr – 1 Carr = 0,08 mg/dl Wasserstoffsuperoxid im Blutserum

Es gibt noch weitere Methoden, zum Beispiel die TEAC (Trolox Equivalent Antioxidative Capacity). Bei der Messung dient das Vitamin-E-Derivat Trolox als Vergleichssubstanz. Das ist eine photometrische Methode. Damit kann man Stoffe, aber auch biologisches Material, z. B. Blut, untersuchen. Zur Bestimmung der Antioxidantienkapazität wird sie häufig angewendet, z. B. auch im Blut.

Oder die ORAC-Methode (Oxigen Radical Absorbance Capacity). Sie untersucht die fluoreszierenden Eigenschaften des oxidativen Stresses. Diese Methode wird zur Messung der Antioxidantienkapazität in Lebensmitteln verwendet. Da die Bioverfügbarkeit der Lebensmittelproben unbekannt ist, kann keine Aussage über die gesundheitsfördernden Eigenschaften getroffen werden. Dies wird leider unter dem Aspekt des Lebensmittelmarketings gemacht.

Toxische und Ernährungselemente

iese Gliederung in toxische und Ernährungselemente wird von verschiedenen Laboren vorgenommen, z. B. von Genova Diagnostik. Das ist im Hinblick auf den Wirkungsmechanismus dieser Elemente im menschlichen Körper nicht exakt: Warum?

Jedes Element kann toxisch wirken, wenn es in einer hohen oder sehr hohen Dosis in den menschlichen Körper gelangt. Andererseits sind die meisten der als toxisch ausgewiesenen Elemente auch essentielle Spurenelemente für den Menschen; natürlich in sehr kleinen Dosen (Spuren). Essentiell heißt unbedingt für den menschlichen Körper erforderlich.

Bevor wir auf die Bestimmungsmethoden eingehen sollte dies vorausgeschickt werden, damit auch die Referenzwertangaben verstanden werden. „Wert Null“ bei den „toxischen Elementen“ wäre für den Menschen schädlich oder sogar lebensgefährlich.

Für die Bestimmung der Elemente im Blut, Urin, Speichel, in den Haaren und Organen (Biopsien) werden größtenteils spektrometrische Methoden verwendet. Am häufigsten sind folgende gebräuchlich:

Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma {Quelle: Wikipedia}

Abbildung 5: Schemazeichnung Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma
[Quelle: Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Massenspektrometrie_mit_induktiv_gekoppeltem_Plasma]

Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (englisch: inductively coupled plasma mass spectrometry, ICP-MS) ist eine robuste, sehr empfindliche massenspektrometrische Analysenmethode in der anorganischen Elementanalytik. Diese Methode wird von manchen Laboren auch als ICP-Massenspektrometrie oder abgekürzt ICP MM bezeichnet.

Tandem Massenspektrometrie (MS/MS)

„Eines der Hauptprobleme in der Spurenanalytik ist die mangelnde Selektivität bei Proben mit einer komplexen Matrix, wie sie bei vielen Umweltproben und bei biologischen oder medizinischen Proben normalerweise vorliegt. Um die Selektivität drastisch zu erhöhen, kann man zwei Massenspektrometer hintereinander schalten (Tan-dem-MS oder MS/MS). Dabei wählt das erste Spektrometer Ionen einer bestimmten Masse aus, die dann im zweiten Spektrometer zu weiterem Zerfall angeregt werden.“

Abbildung 6: MS/MS Tandemspektrometer. Schematisch funktionelle Darstellung
[Quelle: http://www.vias.org/tmanalytik_germ/hl_ms_tandemms.html]

Man erzeugt also ein vollständiges Spektrum der vom ersten Massenfilter ausgewählten Ionen. Dieses Spektrum wird auch CID-Spektrum (englisch: collision induced dissociation) genannt und ist für die betreffenden Ionen genauso charakteristisch wie ein normales Massenspektrum für neutrale Moleküle.

[Quelle: http://www.vias.org/tmanalytik_germ/hl_ms_tandemms.html. Lahnirlger, H.; J. Frohlich; B. Mizaikoff; R. Rosenberg: Teach/Me Instrumentelle Analytik. Springer Heidelberg]

In manchen Fällen wird auch die Atomabsorptionsspektrometrie zur Bestimmung von Elementen verwendet, z. B. bei dem Nachweis von Silizium, Aluminium und Mangan im Blut. Jedes Labor gibt Referenzwerte an. Nachfolgend werden Beispiele angeführt.

Tabelle 5: Beispiele für Referenzwerte Blut [Labor 28, Berlin]

Aluminium < 10,0 μg/lNickel < 2,8 μg/lVanadium < 1,1 μg/l
Antimon < 7,00 μg/lSelen 53-105 μg/lZink 60-120 μg/l
Arsen < 2,2 μg/lSilber < 0,3 μg/lZinn < 2,0 μg/l
Blei
Männer und Frauen
< 45 Jahre < 10,0 μg/dl
Frauen > 45 < 40 μg/dl
Silizium > 190 μg/lLithium 0,5-1,2 μg/l
Cadmium < 0,4 μg/lStrontium 10,0-70,0 μg/lanorganisches Phosphat
0,8-1,45 mmol/l
Chrom < 0,4 μg/lMangan < 3,2 μg/lNatrium 132-145 mmol/l
Cobalt 0,5-3,9 μg/lMolybdän 0,3-1,2 μg/lKalium 3,5-5,1 mmol/l
Kupfer 85-155 μg/dlEisen 33-193 μg/dlKalzium 2,1-2,6 mmol/l
Magnesium 1,6-2,5 mg/dlChlorid 96-110 mmol/l

Tabelle6: Referenzwerte Urin [Genova Diagnostik] Angaben in μg/l

Zum Nachweis von toxischen Stoffen im menschlichen Körper ist es optimal, wenn die Bestimmung im Blut (aktueller Zustand), in den Haaren (chronischer Zustand) und im Urin (Ausscheidungsvermögen von aufgenommenen Umweltgiften) vorgenommen wird. Der menschliche Körper vermag im gesunden Zustand größtenteils die täglich aufgenommenen Giftstoffe wieder auszuscheiden, besonders, wenn sie sich im löslichen Zustand befinden. Deshalb ist der Urinbefund mit einer hohen Ausscheidungsrate von Gift positiv zu bewerten. Die hohen Werte im Blut und in den Haaren dagegen negativ.
Beispiel:

BlutGiftstoffwert unter dem Grenzwertpositiv (normal)
HaarGiftstoffwert unter dem Grenzwertpositiv (normal)
Urinhohe, über dem Grenzwert liegende Wertepositiv (normal)

Gesundheitsurteil: Dieser Mensch kann sich entgiften.

Bemerkung: Die Grenzwertangaben können von Land zu Land, aber auch von Labor zu Labor unterschiedlich angegeben werden. Sie sind daher keine absoluten Größen und folglich nur Orientierungswerte. Es empfiehlt sich, wenn erhöhte Werte festgestellt werden, eine Wiederholung des Tests vornehmen zu lassen. Man muss aber auch bedenken, dass die Elementbestimmungen sehr teuer sind.

Die Massenspektrometrie wird aber nicht nur bei dem Nachweis von Elementen im menschlichen Körper verwendet, sondern auch von bestimmten fehlregulierten Stoffen, die z. B. als Proteine vorliegen. So berichten Thornalley et al. [2003] über die Anwendung der Tandem-Massenspektroskopie zum Nachweis von AGEs (Advanced Glycation Endprotuct) im Protein der Zellen.

Was sind AGEs?

AGEs sind „entartete“ Stoffwechselprodukte, die durch irreversible Glykierung (Verzuckerung) in verschiedenen Geweben entstehen und ein wichtiges Kriterium sein können.
[Thornalley 2003]

Anhang 3

Qualitätsmerkmale für Klinoptilolith-Zeolith

Häufig wird uns die Frage gestellt, ob beim Kauf von Zeolith Qualitätsmerkmale zu beachten seien. Ja, es ist unbedingt wichtig beim Kauf dieser Silikate auf Qualitätsmerkmale zu achten. Zeolith ist nicht gleich Zeolith.

  1. Zeolith sollte immer klinoptilolith- und siliziumreich sein. Das Verhältnis Silizium zu Aluminium sollte mindestens 5:1 bis 8:1 betragen
  2. Ein wichtiges qualitatives Merkmal ist die Zertifikation als Medizinprodukt. Ein Medizinprodukt wird durch entsprechende Zertifizierungsurkunden ausgewiesen.
  3. Für Nahrungsergänzungsmittel sollte jede Charge des Klinoptilolith-Zeoliths durch ein Datenblatt ausgewiesen sein, welches von einem unabhängigen Labor durch Messungen erstellt wurde. Dazu müssen die Mineralienzusammensetzungen, Schwermetalleund Mikrobiologie ausgewiesen sein. Ein Datenblatt für Klinoptilolith-Zeolith ist in Abbildung 61 und 61 dargestellt. Ein solches Datenblatt sollte Ihnen der Anbieter von Zeolith vorzeigen können. Bitte dabei auf das Datum achten. Es sollte nicht älter als 18 Monate sein.
  4. Körnigkeit und Mahlverfahren. Wichtig ist die Angabe der Körnigkeit (Durchmesser der Partikel des Naturzeoliths). Aufgrund von Erfahrungen hat der aktivierte Naturklinoptilolith-Zeolith mit einer mittleren Partikelgröße von 7,0-14,0 Mikrometer Durchmesser die beste Effektivität im menschlichen Körpererzielt. Keinesfalls darf Klinoptilolith-Zeolith als Nanopartikel verwendet werden (< 400 nm).
  5. Die Substanz Klinoptilolith-Zeolith sollte möglichst in Glasbehältern oder in weichmacherfreien (bisphenolfreien) Plastikbehältern aufbewahrt werden. Aluminiumfreie Sachets oder Sticks mit der Tagesdosis bieten eine bequeme Einnahme. Die Einnahme sollte möglichst mittels Suspension erfolgen.
  6. Die Einnahme durch eine Suspension in der das Pulver verrührt ist halte ich auf Grund meiner Erfahrung für besser als die Einnahme als Kapsel oder Tablette.
  7. Von Wichtigkeit für den Effekt des Klinoptilolith-Zeoliths ist auch die Zubereitung der Suspension für die Einnahme und den Einnahmeritus selbst (siehe Anlage)
  8. Beachtung des Zetapotentials, welches eine Aussage über die Qualität und insbesondere die Bioverfügbarkeit des Silikats in den menschlichen Lebensprozessen gestattet. Das Zetapotential ist ein wichtiges Qualitätszeichen für den Klinoptilolith-Zeolith.
  9. Desweiteren sollte der Ort der Abbaumine ausgewiesen sein. Die Qualität in den Abbauminen verschiedener Länder ist sehr unterschiedlich.
  10. Adsorptionsreihen mit vorderständigen Schwermetallen sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Vorsicht vor Missbrauch bei Angeboten von minderwertigem Naturzeolith.

Wenn der Zeolith Kiloweise in Tüten und für 20 Euro angeboten wird, bitte das „Kleingeschriebene“ lesen. Das ist gewöhnlich ein Zeolith, der für die Tierzucht oder sogar nur für die Ackerdüngung vorgesehen ist. Ich habe es sogar erlebt, dass auf Märkten und Basaren unsere Bücher missbraucht wurden, indem sie neben solchen minderwertigen Zeolith als „Qualitätsausweis“ gelegt worden sind.

Transparente Qualitätsbewertung des Klinoptilolith-Zeoliths

Ein Expertenkreis namens ZeolithVergleich, Hertastr. 4, 50969 Köln, bemüht sich mit nachfolgend angeführten Fragen um eine Qualitätsbewertung, die ich in dieser Art gutheiße. (Dieser Expertenkreis hat aber bis jetzt mich noch nicht angesprochen, mitzuarbeiten.) Ungeachtet dessen möchte ich nachfolgend die Fragen anführen, die dieser Expertenkreis stellt und die sich jeder Anbieter und Käufer von Klinoptilolith-Zeolith auch stellen sollte.

  1. Angaben zur Rohstoffbeschaffung, Rohstoffqualität und Rohstoffprüfung
  2. Angaben zu Herstellungsverfahren
  3. Angaben zur Zulassung und Verkehrsfähigkeit
  4. Angaben zur Produktsicherheit anhand von wissenschaftlichen Quellen
  5. Angaben zum Wirkmechanismus und Wirkungsnachweis

In diesem Zusammenhang möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich „Experten“ kennengelernt habe, die nicht die geringste Ahnung von dem Wirkmechanismus des Klinoptilolith-Zeoliths haben. Das betrifft vor allem jene Aluminiumexperten, die sich am Begriff Aluminiumsilikat (siehe Kapitel „Aluminiumsilikat, Aluminium Alzheimer-Mythos“) nicht ganzheitlich, sondern einseitig „festbeißen“ und unsinnige Vorstellungen dazu äußern.

Was ist das Zetapotential?

Im Zusammenhang mit der kurzen Beschreibung des Zetapotentials soll noch einmal erwähnt werden, dass der Mensch (und natürlich die Tiere) elektrische Wesen sind. Die Elektrolyte steuern elektrisch alle Vorgänge an der Zellmembran und im gesamten Stoffwechsel. Die Bioelektrizität ist der Energieträger jeglicher Lebensprozesse. Wir können diese messen. In der medizinischen Diagnostik ist die Bioelektrizität des Herzens (EKG), der Gehirnfunktionen (EEG), der Muskulatur (EMG) und der Haut (EDA) seit zirka 100 Jahren nicht mehr wegzudenken.

Der klinische Tod wird an Hand des Verlusts des EEGs (gehirnelektrische Prozesse) festgestellt. Wenn die Bioelektrizität nicht mehr nachzuweisen ist, ist die Energie des Menschen nicht mehr vorhanden und der Körper ist tot. Bei Erkrankten ist die Bioelektrizität abnorm oder vermindert. Deshalb spielt die Zufuhr von Stoffen mit elektrischen Ladungen für die menschlichen Funktionen eine sehr wichtige Rolle.

Das Zetapotential ist die Bezeichnung für elektrokinetische Potentiale in Suspensionen. Eine Suspension ist ein heterogenes Stoffgemisch in einer Flüssigkeit (Medium) mit feinst verteilten Partikelchen. Diese werden auch als Aufschwämmung bezeichnet.

Es werden unterteilt:

Grobe Suspension

Medium (Flüssigkeit) mit Partikelchen von 0,1-1,0 mm Durchmesser

Feine Suspension

Medium (Flüssigkeit) mit Partikelchen von 1-1.000 Mikrometer

Gemessen werden die Zetapotentiale in Mikrovolt. Je höher das Zetapotential eines Kolloids, umso stabiler ist das Kolloid. In Aufschwämmungen (Suspension) sind die Partikel in Bewegung und durch Reibung wird der elektrische Spannungszustand aufrecht erhalten.

Wenn eine Suspension eine Zeit steht, kommen die Partikelchen zur Ruhe. Die schweren setzen sich als Sediment ab, die leichteren docken sich locker als Ionen aneinander an und so wird die Suspension elektrisch neutral.

Wird ein Partikel oder werden mehrere Partikel in einer Suspension wieder in Bewegung gebracht, z. B. durch Rühren, dann gewinnt ein Teil der durch die Ruhe locker aneinander angedockten Partikelchen wieder ihre elektrische Ladung. Man nennt diesen Vorgang Abscheren der locker aneinander angedockten Partikelchen, die sich im Ruhezustand (elektrisch neutraler Zustand) befand. Dieses durch die Abscherung erzeugtes Potential einer zuvor in Ruhe befindlichen Suspension wird als Zetapotential bezeichnet.

Das Zetapotential ist für gleiche Medien (Flüssigkeiten) eine relative Messgröße für das Oberflächenpotential einer Suspension und auch für die darin befindlichen, mit elektrischen Ladungen versehenen Partikelchen.

Das Zetapotential kann mit einer speziellen Methode gemessen werden: die geladenen Partikel werden durch ein elektrisches Feld „gejagt“. Die resultierende Geschwindigkeit des Partikels ist das Maß für das Zetapotential.

Welche Beziehungen hat das Zetapotential zum Klinoptilolith-Zeolith?

Wenn das Pulver Klinoptilolith-Zeolith in das Wasser gegeben wird, dann entsteht, vor allem durch das Umrühren, eine Aufschwämmung, wodurch die Partikel bewegt werden und dabei ihre elektrische Ladung aktivieren. In diesem elektrisch geladenen Zustand können sie besser im selektiven Ionenaustausch, in der Adsorption und in der Detoxikation wirksam werden.

Infolge dessen können vielseitige Verbindungen während der Adsorption, des selektiven Ionenaustausches und der Detoxikation eingegangen werden und eine physiologische Eintaktung in die Regulationsprozesse, vor allem in jene der Grundsubstanz der extrazellulären Matrix, erfolgen.

Aus der Darlegung wird ersichtlich, dass die Verabreichung des Klinoptilolith-Zeoliths in einer Suspension (Wasser) die optimale Variante darstellt. Die sublinguale Applikation von Zeolithtabletten (z. B. als Lutschtabletten oder Kaugummi) wäre noch einer weitere akzeptable Verabreichungsform.

Die Applikation in Kapseln kann nicht die volle Wirksamkeit des Zeoliths entwickeln, z. B. auch, weil die Zetapotentialeffekte nicht voll zur Entfaltung kommen können.

Klinoptilolith-Zeolith-Suspension in Ruhe

Abbildung 8: Partikel einer Suspension in Ruhe. Elektrisch neutral. Die elektrischen Ladungen (Ionen) legen sich locker an das Oberflächenpotential eines Partikels. Die Suspension wird elektrisch neutralisiert

Klinoptilolith-Zeolith-Suspension in Bewegung

Abbildung 9: Zetapotential. Wird die Suspension in Bewegung gebracht, z. B. durch Rühren,
→ Abscheren der elektrischen Ladungen
→ die Partikel und die Suspension werden wieder elektrisch aktiv

Anhang 4

Grundgerüst und Funktion des Zeoliths

Es ist zweckmäßig, sich vor der Beantwortung dieser Frage den mineralisch-chemischen Aufbau der Kristallgitter zu betrachten.

Abbildung 10: Struktur des Zeolith-Kristallgitters

Das Grundgerüst des Zeolith-Kristallgitters bilden AlO4 – und SiO4 -Tetraeder. Natur-Klinoptilolith-Zeolith ist sehr reich an SiO4 , so dass sein Verhältnis von AlO4 zu SiO4 von 1:4 bis 1:6 betragen kann. Somit befinden sich in dieser Art des Zeoliths mehr Siliziumtetraeder als die des Aluminiums. Diese Tetraeder sind über Sauerstoffbrücken verbunden und bilden die sekundäre Baueinheit (SBE). Aus diesen SBE ergeben sich die Beta- oder Sodalith-Käfige. Deren Zusammenfügung stellt dann das Zeolith-Kristallkäfiggitter-System dar.

  • Mit dieser Kristallgitterstruktur aus SiO4 und AlO4 vermag der Klinoptilolith-
  • Zeolith folgende Funktionen auszuführen:
  • Ionenaustausch (selektiv und kapazitiv)
  • Adsorption
  • Molekularsiebfunktion
  • Katalysatorwirkung
  • Detoxikation
  • Aufbau von Eiweißstoffen aus Aminosäuren und Peptiden
  • Ionendonator
  • Donator von kolloidalem Silizium
  • Selbstregulator in biologischen Systemen
  • Biogene Kristallflüssigkeitsbildung

Tags:

Keine Kommentare bis jetzt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

zehn − 4 =