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Mutter Erde war und ist in alten Kulturen die Mutter allen Lebens – der Pflanzen, Tiere und der Menschen. Aus ihrem Schoß kommt alles Leben hervor und geht wieder dorthin zurück.

Alles Leben, besonders alle Pflanzen – auch Heilpflanzen – ziehen ihre Kräfte aus der Erde.
Ohne die Pflanzenwelt hätten wir keine Nahrung und keinen Sauerstoff.

Für Schamenen und heilige Urvölker bedeutet sie eine göttliche, nährende und mütterliche Kraft.

Die Erde ist somit der wesentlichste Nährboden für unser aller Leben. Sie birgt unerlässliche
Bausteine allen Lebens – wahre Lebens- und Heilkräfte.

Die alten Ägypter verwendeten Erde vom Ufer des Nils wegen der reinigenden und antiseptischen Eigenschaften zu Schlammbädern und zur Mumifizierung. Ebenso verwendeten die Inder, Babylonier und Assyrer besondere Erden für die Gesunderhaltung und zu Heilzwecken wie Durchfallerkrankungen und Vergiftungen aller Art.

Hippocrates war der erste, der vom Essen von Erde berichtete. Viele Tiere nehmen oft instinktiv Erde zu sich, um sich mit Mineralien zu versorgen und Verdauungsproblemen entgegen zu wirken.

Die Liste ginge noch weiter in der Geschichte – zB das Formen von Tabletten aus jeweiligen Erden – der sogenannten Siegelerde Terra Sigillata. Für Paracelsus war Heilerde die Grundsubstanz seiner Medikamente gegen die Pest. Es heißt, dass jeder Stoff aus der Erde auch im Darm zu finden ist.

Nach der Entwicklung der Pharmazie veränderte sich dies. Doch durch die Erkenntnis der Nebenwirkung von chemischen Mitteln entstand wieder eine Rückbesinnung auf die verschiedenen Naturheilmittel, denn diese aktivieren und fördern die Selbstheilungskräfte des Körpers. Viele bekannte Namen, von Pfarrer Kneipp, Lehmpastor Fehlke bis Adolf Just – bekannt als Luvos Heilerde, folgten.(1)

Gewonnen wird Heilerde heute aus kalkhaltigen Ablagerungen – sogenannten Löss. Für medizinischen und kosmetischen Gebrauch wird Löss schonend abgebaut, getrocknet, gereinigt und vermahlen. Eine vergrößerte Oberfläche kann viel besser die schädlichen Giftstoffe binden.

Energetisch sind wir über unsere Fußsohlen direkt mit ihr verbunden und nehmen besonders beim Barfußlaufen von ihr Energie in uns auf – sie erdet uns.

Heilerde hat eine enorme entzündungshemmende Wirkung, regt den Stoffwechsel an und verbessert die Durchblutung. Sie kann sowohl innerlich bei vielen Themen, als auch äußerlich als Wickel, Kompresse, Pflaster , etc angewandt werden.

Als diätetisches Mittel liefert sie notwendige, unveränderte Mineralstoffe und Mikroorganismen. Kosmetisch hat sie sich inzwischen hervorragend ausgezeichnet und wirkt als Maske aufgetragen bei unreiner, entzündlicher Haut , Ekzemen, Verbrennungen, Schuppenflechte uvm.

Ein entspannendes Ganzkörper -oder Fußbad wirkt zusätzlich energetisierend und harmonisierend, genau wie durch ein Lehmhemd oder einer Heilerdemassage.

Ein wichtiger Faktor der Heilerde ist, dass sie niemals schadet, wenn sie sinngemäß angewandt wird – und das zu einem bescheidenen Preis. (2)

Besonders der sehr hohe Wert an Kieselsäure in Form von Quarzsand oder kieselsauren Salzen ist wesentlich für den Aufbau der Erdrinde, und sie ist auch eine bedeutende Ursubstanz für jeden lebenden Organismus, ohne die kein lebender Stoff bestehen kann.

Für Pflanzen hat sie eine wichtige Stützfunktion – besonders bei Gräsern und Getreiden. Für unseren Körper ist sie wichtig für das Bindegewebe und die Blutgefäße. Es stützt alle Organe.

Wichtig zu wissen ist, die Verbindung vieler Mineralstoffe und Spurenelemente ist als Ganzes entscheidend. Wie Professor Werner Kollath sagte: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. In der Zusammenwirkung mehrerer Stoffe ergeben sich neue Reaktionen und Heilwirkungen.

Damit haben wir viel altes Wissen für ganzheitliche Anwendungen für alle lebenden Organismen. Woran wir jedoch arbeiten müssen, ist die Voraussetzung zu schaffen, dass eine gesunde Erde wieder diese Wirkbreite erlangen kann  – sie ist das Fundament für Mensch, Tier, Pflanze und Natur und nährt alles darauf.

Lernen wir wieder in Wertschätzung diesen großen Schatz zu gesunden und sinnvoll zu nutzen.

Quellen: (1)und(2) Gesund und schön durch Heilerde – Günter Albert Ulmer Verlag

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